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Eine Baustelle mit Hindernissen

Die Fertigstellung der Friedhofsmauer verzögert sich ein weiteres Mal. Jetzt fehlt es am guten Willen und fünf Quadratmeter Grundfläche. Die Baustelle Friedhofsmauer geht jetzt in das vierte Jahr. Seit deren Einsturz tauchten immer wieder Hindernisse auf, die zu Verzögerungen führten. Zuerst waren es rechtliche und finanzielle Gründe, jetzt sind es Schwierigkeiten mit dem Anlieger. Für die Fertigstellung greifen zwei Maßnahmen ineinander, die nur im gemeinsamen Vorgehen vernünftig gelöst werden können.

Zum Einen ist dies die Zufahrt zum Pfarrhof für deren Ausführung die Dorferneuerung zuständig ist. Zum Anderen ist es die Friedhofsmauer, die in die Zuständigkeit der Kirchenverwaltung fällt. Der Aufgang zum Friedhof kann erst errichtet werden, wenn die Straßenführung zum Pfarrhof festgelegt ist. Genau an diesem Punkt beginnen die Schwierigkeiten. Für eine vernünftige Straßenführung müssen  fünf Quadratmeter Grund vom Anlieger überbaut werden. Dieser zeigt bisher keinerlei Abgabebereitschaft. Jetzt soll noch einmal das Gespräch gesucht werden, um doch noch eine einvernehmliche Lösung zu finden. Solange diese nicht  gefunden ist, kann nicht gebaut werden. Bei Bürgermeister Martin Schwandner häufen sich die Beschwerden wegen der Verschmutzung von Wegen und Wiesen mit Hundekot. Besonders betroffen ist das Gelände um den Landkindergarten und der Burganger.

Gerade das naturnahe Konzept des Kindergartens erfordert den häufigen Aufenthalt der Kinder im Freien. Umso ärgerlicher ist es, wenn die Kinder beim Spielen immer wieder mit Hundekot in Berührung kommen. Bürgermeister Martin Schwandner appelliert daher an alle Hundebesitzer, das Gebiet um den Kindergarten zu meiden. Besondere Hinweisschilder und ein extra angebrachtes Hundeklo sollen eine Verbesserung bringen. Am Gemeindehaus ist noch immer eine öffentliche Telefonstelle angebracht. In den letzten fünf Jahren wurde diese nicht einmal benützt. Daher wird die Telekom diesen Telefon abbauen. Außer den Ortsteilen Köttlitz und Söllitz ist der Rest der Gemeinde Wassergast beim Zweckverband Glaubendorfer Gruppe, dessen Vorsitzender Hans Müller auch Mitglied im Gemeinderat ist. Hans Müller erläuterte dem Gemeinderat die schwierige Situation, in der sich der Zweckverband zur Zeit befindet. Die Glaubendorfer Gruppe bezieht ihr Trinkwasser aus zwei Brunnen bei Meisterhof, von denen nur noch einer funktionsfähig ist. Mit einer Schüttung von 130 000 Kubikmeter kann dieser Brunnen den Bedarf nur teilweise decken.

Der fehlende Rest von 40 000 Kubikmeter muss von der Marktgemeinde Wernberg-Köblitz zugekauft werden. Im Jahr 2022 läuft die wasserrechtliche Genehmigung für die Trinkwassergewinnung aus. Um eine Verlängerung zu erhalten, müssen die beiden Brunnen instandgesetzt und das Wasserwerk renoviert werden. Dies erfordert Investitionen in Millionenhöhe, die der Zweckverband alleine nicht leisten kann. Zur Finanzierung müssen auch die Wassergäste mit herangezogen werden. In welcher Form dies geschehen kann ist, noch nicht festgelegt. Für das weitere Vorgehen wird die Wirtschaftlichkeit geprüft und eine Kostenermittlung durchgeführt. Der Gemeinderat ist sich dahingehend einig, das dem Erhalt des Zweckverbandes Glaubendorfer Gruppe der Vorzug gegeben wird.

Quelle: bnr

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