Analyse zur Machbarkeitsstudie der Gemeinde Trausnitz
Gemeinsam mit dem Landkreis Schwandorf und vielen weiteren Landkreisgemeinden beteiligt sich die Gemeinde Trausnitz an der Breitbandinitiative.
Siegfried Schollerer von der Firma „BreitbandNetwork“, welche durch die Gemeinden vom Landratsamt zur Bedarfsanalyse beauftragt wurde, hat am Donnerstag, 19. März 2009 das Analyseergebnis für die Gemeinde Trausnitz vorgestellt.
Auswertungsergebnis für die Gemeinde Trausnitz mit Orten bzw. Ortsteilen:
Für die Gemeinde wurde die Versorgung der Haushalte, inklusive der landwirtschaftlichen Betriebe, soweit bei der Bedarfsumfrage gemeldet, sowie der Bedarf der Gewerbebetriebe, ebenfalls soweit wie bei der Bedarfsumfrage gemeldet, dargestellt.
Bei insgesamt 433 Haushalten in den Orten und Ortsteilen der Gemeinde Trausnitz sind 24 Haushalte versorgt (neutral – eine Bandbreite von größer als 1.000 Kbit/s in Bierlhof, Oberpierlhof, Schweizerbach) und
345 Haushalte unterversorgt (eine Minimalversorgung mit Bandbreiten zwischen 384 Kbit/s und 768 Kbit/s). Ortschaften: Ödmühle, Reisach, Atzenhof, Kaltenthal, Trausnitz
Unversorgte Haushalte (keine Breitbandversorgung) gibt es im Bereich der Gemeinde Trausnitz 64. Dies betrifft die Haushalte der Ortschaften Köttlitz und Söllitz.
Der Versorgungsgrad liegt somit bei 5,5 %, die durchschnittliche Bandbreite beträgt 1.258 Kbit/s und es gibt 345 unterversorgte, sowie 64 unversorgte Haushalte (Prognostiziert mit 205 Haushalten)
Der gemeldete Bedarf für Gewerbetreibende stellt sich wie folgt dar:
Die Erhebung wurde von der Gemeinde durchgeführt. 15 Betriebe kommen mit der Grundversorgung aus und für 13 Betriebe wurde ein erhöhter Bedarf begründet.
Markterkundungsverfahren:
Nächster Schritt im Rahmen der Breitbandinitiative wird sein, mit den gewonnenen Erkenntnissen und Bedarfsprognosen in das Markterkundungsverfahren einzutreten.
Bei diesem Schritt muss die Gemeinde Trausnitz die Analyseergebnisse zwei Wochen online veröffentlichen, um Betreiber von elektronischen Kommunikationsnetzen auf den Bedarf im Verwaltungsbereich der Stadt Pfreimd aufmerksam zu machen. Es wird versucht einen Anbieter der Breitbanddienste zeitnah, bedarfsgerecht, zu marktüblichen Bedingungen und ohne finanzielle Beteiligung Dritter zu finden.
Verläuft die Markterkundung ergebnislos, erfolgt im nächsten Schritt das Auswahlverfahren.
In diesem Verfahren wird dann ein Netzbetreiber ermittelt, der den definierten Breitbandbedarf zu den wirtschaftlichsten Bedingungen abdecken kann.
Völlig aussichtslos ist die DSL-Erschließung der einzelnen Ortsteile nicht. Seitens der Verwaltung und der Firma „BreitbandNetwork“ werden alle Möglichkeiten auf die Realisierbarkeit und den Bedarf hin geprüft. Der wichtige Standortfaktor „Breitbandversorgung“ muss konsequent vorangetrieben werden, um Pfreimd weiterhin zukunftsfähig zu machen.
Förderprogramm
Im Rahmen des Konjunkturpakets II stellt die Bayerische Staatsregierung zu den bisher 19 Mio. EUR noch weitere 18,75 Mio. EUR an Förderungsmitteln zur Verfügung. Eine Änderung soll in der Förderhöhe (derzeit max. 50.000,- EUR, neu max. 100.000,- EUR) sowie beim Fördersatz von 50% auf 70% erfolgen.
Ferner soll das Markterkundungs- und Auswahlverfahren zusammengefasst werden. Diese Änderungen am bayerischen Förderprogramm bedürften der Genehmigung durch die Europäische Kommission. Die Programmänderungen wurden bereits bei der Kommission eingereicht. Das Wirtschaftsministerium rechnet mit einer zügigen Genehmigung.
Zu erwähnen sei, dass im Gemeindebereich, vor allem in den unversorgten Ortschaften demnächst die Abwasserbeseitungsmaßnahme durchgeführt wird. Es wird daher mit den entsprechenden Anbieter für den Breitbandanschluss Rücksprache gehalten, die Baumaßnahme mit den erforderlichen Baumaßnahemen zur Breitbandversorgung zu vereinbaren.
Pfreimd, 19. März 2009